Folge 137

Folge 137, Radioserie der Zentralen Intelligenz Agentur im Deutschlandradio Kultur, 2008.


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24. Februar '08: 00.05 Uhr

Gut Genug - Magazin von Mittelmäßigen für Mittelmäßige, Folge 137


Folge 137 betreibt Lobbying für gesellschaftliche Großgruppen ohne eigenes Sendungsbewusstsein. Vorrangig den öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag erfüllend, sind die Inhalte der sechs Radiomagazine in der virtuellen 137. Folge beim zweiten Hinhören subtil durch eigenartige Vereinsbrillen gefärbt.
Die einstündige Auftaktsendung "Gut Genug - Magazin von Mittelmäßigen für Mittelmäßige, Folge 137" klingt fast wie immer im Kultur-Hörfunk. Der Reisereporter berichtet aus dem beschaulichen Molpe, der "matten Perle im Moor", der Haus-Lyriker lobt das lauwarme Wasser und der Wissenschaftskorrespondent beklagt die Erkenntnis, dass durchschnittliche Gesichter nun doch nicht die schönsten seien, was aber letztendlich okay sei, denn extreme Schönheit schade ohnehin.
Redaktion/Produktion: Moritz Metz / Redaktion Dradio: Astrid Kuhlmey / Autoren: Klaus Cäsar Zehrer, Aleks Scholz, Kathrin Passig, Christoph Albers, Moritz Metz, Michael Brake, Bettina Andrae / Moderation: Zoë Hermann. / Technik Dradio: Inge Gerwin, Ralf Seidler / Sprecher: Christine Kewitz, Jan Bölsche, Jens Friebe, Philipp Albers, Stese Wagner, Sascha Lobo, Michael Brake und die Autoren. Musik: Midimalism. Sendungsseite

20. April '08:

Der Kavalier in Dir - Magazin von Kleinkriminellen für Kleinkriminelle, Folge 137

"Wenn das Gewissen beißt" ist die journalistische Kernfrage der 137. Folge von "Der Kavalier in Dir - dem Magazin von Kleinkriminellen für Kleinkriminelle", das in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt wird. Eigentlich ein überflüssiges Thema bei so halbseidenen Moderatoren wie Sascha Lobo und Sacha Benedetti - aber seitdem ihre Lobbysendung von einer Piratenwelle in den landesweiten, öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufgestiegen ist, haben sie auch einen gewissen Bildungsauftrag zu erfüllen.
So gehen neben ungesperrten Kreditkartenummern und den "1200 ganz illegalen Steuertrick" auch Wissenschaftskolumnen, Gedichte und klassische Reportagen über den Äther. Der ehemalige Porschefahrer Hartmut S. räsoniert in der Reportage "Armutsfalle Legalität" über sein Abrutschen in die sogenannte Tugendspirale. Der jüngere Volker G. dagegen steht an der Speerspitze des neuen Trends "Nanokriminalität" - das ist, wenn man Pfandflaschen aus der Kneipe herausschmuggelt, sich an Gewinnen im Centbereich beglückt - und abends mit rundum gutem Gewissen ins Bett geht.
Redaktion und Produktion: Moritz Metz / Redaktion Dradio: Ralf Müller-Schmid und Astrid Kuhlmey / Autoren: Michael Brake, Christoph Albers, Aleks Scholz, Klaus Cäsar Zehrer, Moritz Metz / Moderation: Sascha Lobo und Sascha Benedetti / Jingles: Nova Huta, Günter Reznicek / Produktionsstudio: Ingo Fried, Berliner Hörspiele / Sprecher: Christine Kewitz, Philipp Albers, Moritz Metz, Ingo Fried, Jan Bölsche, Stese Wagner, Sylvie Reinhard und die Autoren

22. Juni '08:

Gestern war alles besser - das kulturpessimistische Magazin, Folge 137

"Gestern war alles besser" ist Titel und Lobbyleitinie des kulturpessimistischen Magazins, das in früheren Folgen auch noch interessanter war. Mit journalistischen Waffen hier jedoch nach wie vor gekämpft für die Ansichten derjenigen Menschen, die weder an Zukunft noch Gegenwart einen guten Faden lassen - aber ihren persönlichen Rückspiegel mit mehreren rosaroten Sonnenbrillen versehen haben. Denn unsere schwarze Zukunft bedingt eine goldene Vergangenheit. Immerhin spielt die Zeit mit. Was gestern noch schlecht schien, wirkt in der Retrospektive schnell besser als die neue Gegenwart.
Nur vereinzelt gibt es Hoffnung, zum Beispiel wenn sich die Jugend wieder auf alte Werte besinnt, wie es die Reportage von einer erfolgreichen Simplicisimuss-Lesebühe erfreut konstatiert. Weniger erfreulich: die Zukunft. Der Literaturredakteur bespricht einen apokalyptischen Zukunftsroman und der Wissenschaftskolumnist erklärt die bedrohliche "Dunkle Energie" des Universums, die vor zehn Jahren entdeckt wurde und noch einiges durcheinanderbringen wird. Pessimistisch ist auch die Musikauswahl. "Gestern war alles besser" spielt "keine neuen Hits, bevor die alten nicht alle sind" - also nur das Beste aus den 90ern, 20ern, 80ern und dem Mai 2008. Alles was danach kam, kann man ungesehen in die Tonne treten!

Redaktion Dradio: Astrid Kuhlmey, Ralf Müller-Schmid / Redaktion, Produktion, Moderation: Moritz Metz / Musikmoderation: Ran Huber / Regie: Alexandra Distler / Technik: Ingo Fried, Berliner Hörspiele / Jingles: Jacob Suske / Autoren: Klaus Cäsar Zehrer, Kathrin Passig, Michael Brake, Aleks Scholz / Sprecher: Jan Bölsche, Christine Kewitz, Philipp Albers, Christof Albers, Uli Hanemann, Jochen Schmidt, Martin Baaske

31. August '08:

Sie haben gewonnen! - Magazin für Zuversichtliche, Folge 137

Mit Vertrauen kommt man weiter als ohne. So sieht es jedenfalls "Sie haben gewonnen", das Magazin für Zuversichtliche. Ob "Zuversicht" vielleicht nur ein weißgewaschenes Synonym für Leichtgläubigkeit ist, hinterfragen die Sendungsmoderatoren Ulrike Sterblich (Supatopcheckerbunny) und Christoph Larry Albers allerdings nicht so supergenau. Auch ihre Auffassung von Journalismus ist nur mittelkritisch, dafür sind die Gespräche, z. B. mit einer Vertreterin der CMA-Milchlobby, eben besonders nett! Beim Spezialthema "Abnehmen" wird neben der Milch-Kur auch die Stein-Schere-Papier-Diät vorgestellt, Dr. Zehrer testet verschiedene Mittel zur Penisverlängerung, während das Anrufergewinnspiel mit tollen Preisen lockt - für nur 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz.

Redaktion Deutschlandradio: Astrid Kuhlmey. Redaktion und Produktion: Moritz Metz - Moderation: Ulrike Sterblich und Christoph Albers - Autoren: Klaus Cäsar Zehrer, Kathrin Passig, Jörg Sundermeier, Michael Brake. Jingles: Daniel Gardner / Frivolous, Studio: Benjamin Hubrich - Sprecher: Christine Kewitz, Philipp Banse und die Autoren.

26. Oktober '08:

Kommen Sie doch rein! das Indoormagazin, Folge 137

In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Die Winterzeit beginnt. Dann verwandelt sich Deutschland wieder in ein Land der Drinnies, der Stubenhocker. Kein Problem für angeblich 80% der Teenager, sie bleiben ohnehin lieber in den eigenen vier Wänden, anstatt sich in der "ekelhaften Natur, wo alles so verwachsen ist" (O-Ton Bill Kaulitz, Sänger von Tokio Hotel) aufzuhalten. Genau diese jungen Drinnies, aber auch gealterte "Cocooning"-Anänger und schlichtweg alle, die sich am liebsten den ganzen Tag zu Hause aufhalten, sind die breite Zielgruppe von "Kommen sie doch rein".
Die Moderatoren der Drinnie-Sendung, Jan Bölsche und Kathrin Passig, nehmen die Sendung nicht im Studio auf - Bölsches Küche genügt, sonst hätte man sich ja nach draußen bewegen müssen. Die Welt vor der Wohnungstür interessiert die beiden ungefähr genauso wenig wie beispielsweise Usbekistan. Klar, für manche Arztgänge oder Einkäufe muss man mal raus - notgedrungen.
"Kommen sie doch rein!" kämpft bereits seit 136 Folgen dafür, dass derartige Anlässe durch wachsenden Service reduziert werden. Hier wird für breitbandigeres Internet, weniger Investitionen in den Straßenbau, eine bessere Versorgung durch Hausärzte und die Abschaffung des Wetterberichts geworben. Auch bei der Terrorismusüberwachung wäre einiges leichter, würde jedermann zu Hause bleiben. Sicherer allemal.
In der 137ten Folge von "Kommen sie doch rein!" berichtet Reporter Christoph Albers vom neuen Drinni-Trend: U-Bahn Modellbau. Im Studiogespräch attestiert der Psychoanalytiker Gerd-Uwe Drömmel die "postnatale Obdachlosigkeit" des Menschen, während der Kolumnist Justus Scheider die Flora und Fauna des Badezimmers erkundet und ein per Skype zugeschalteter Redakteur das neue Messie-Fachmagazin "Sammeln und Wohnen" rezensiert. Ganz normaler Hörfunkalltag eben.

28. Dezember 2008, 00:05:

Fipp, fapp, fertig! Magazin für Eilige, Folge 137 - 140

Viele Worte zum letzten Teil der Radioserie "Folge 137" zu verlieren wäre falsch. Fipp, fapp, fertig (kurz: F3) kommt von selbst auf den Punkt. Natürlich flott genug. Die einzige Sendung im deutschen Radio, die sich positiv auf den Zeit-Fußabdruck ihrer Hörer auswirkt.
Redaktion Dradio: Astrid Kuhlmey. Redaktion und Produktion: Moritz Metz. Moderation: Philipp Albers. Autoren: Klaus Cäsar Zehrer, Kathrin Passig, Ulrike Sterblich, Michael Brake, Christoph Albers. Jingles: Jeans Team / Henning Watkinson. Studio: Ingo Fried. Sprecher: Christine Kewitz, Thomas Jaedicke und die Autoren.